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Der GGK Styrum besucht Raesfeld

Der Geschichtsgesprächskreis Styrum besuchte am 9. September  2011 die Gemeinde Raesfeld mit ihrem geschichtsträchtigen Wasserschloss, dem Heimatmuseum und der  1500 Jahre alten Femeiche im Ortsteil Erle. Bei schönem Herbstwetter haben die zahlreich erschienenen Mitglieder die münsterländische Landschaft genossen und viel Wissenswertes über die Geschichte  dieser Gemeinde rund um das Schloss aus dem 12. Jahrhundert erfahren.

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Zunächst haben wir die Schlosskapelle St Sebastian besucht und von der  geschichtskundigen Führerin Frau Gössling wichtige Daten über diese sehenswürdige Kirche erfahren.

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Nach dem kirchenkulturellen Einstieg haben wir uns auf den Rundgang durch die Schlossanlagen begeben und uns in der herbstlich frischen Luft sehr wohl gefühlt. Die viele Generationen übergreifende Bautätigkeit der Geschlechter Raesfeld und von Vehlen sowie die vielfältige Kreativität der Baumeister hat uns sehr beeindruckt. Auch bei dem Rundgang hat uns Frau Gössling fachkundig begleitet.

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Eine besondere Sehenswürdigkeit ist in der dörflichen Schlossfreiheit das heimatgeschichtliche Museum über den Zweiten Weltkrieg in Raesfeld. Erschreckende Bilder, Feldpostbriefe von Dorfangehörigen und Exponate wie der Propeller eines abgestürzten Bombers erinnerten besonders die Mitglieder der älteren Generation, die die furchtbare Zeit miterlebt haben, schmerzlich an die Vergangenheit. Während des Rundgangs durch das Museum hat uns Herr Sühling bei der Erklärung wichtiger Ereignisse und  Beantwortung gezielter Fragen bereitwillig geholfen.

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Anschließend sind wir zum Ortsteil Erle gefahren und haben im Haus Brömmel-Wilms hervorragend zu Mittag gespeist. Eine besondere Überraschung wartete auf uns in der nahegelegenen Brennerei Böckenhoff, wo uns Johannes Böckenhoff einen informativen Einblick in die Kunst des Brennens und Destillierens von Bränden vermittelt hat. Dabei hat er uns zum Verkosten von edlen Tropfen eingeladen und die Möglichkeit gegeben, unsere Bestände durch Zukauf aufzufüllen.

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Auf diese Weise ermuntert sind wir zur 1000 Jahre alten Femeiche aufgebrochen, unter der im Mittelalter das Femgericht getagt hat. Alle schweren Verbrechen wie Mord, Raub, Kirchen-und Friedhofsschändung, aber auch Verrat und Brandstiftung kamen vor diesem Freistuhl zur Verurteilung durch Strick oder Schwert. Die alte Eiche hat Blitze und Stürme ertragen, in ihrem Inneren ist ein großer Hohlraum entstanden. Ein Baumchirurg hat sie 1965 saniert und in ihrer ursprünglichen Mächtigkeit erhalten.

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Angereichert mit neuem Wissen und nachhaltigen Eindrücken haben wir die Heimreise nach Styrum angetreten. Alle Teilnehmer waren von dem Erlebten sehr angetan.

Der Ausflug war von Dagmar und Heinz Bernd Losemann bis ins Detail bestens vorbereiet, wofür ihnen besonderer Dank gebührt. Auch für die Bereitstellung von Unterlagen und zahlreicher Bildaufnahmen danke ich den Losemanns sehr.

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