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Buchtaberger in der holsteinischen Schweiz

Wie seit vielen Jahren unternimmt unser Buchtabergkreis eine Herbstreise in eine besonders schöne Landschaft oder Stadt. In diesem Jahr haben wir uns nach dem Vorschlag von Norbert Hilz für die holsteinische Schweiz entschieden und sind am 19. September wieder mit einem Bus nach Bad Malente gefahren. Dort waren wir in dem Hotel Seerose gut untergebracht und haben von dort bekannte Städte  besucht und die Landschaft kennengelernt.

Die Anreise war bei herrlichem Herbstwetter besonders fröhlich. Wolfgang hatte uns zu einem opulenten Frühstück an der Autobahn eingeladen. Dafür sagen wir ihm jetzt noch herzlichen Dank.“ Selten so gut an der Autobahn gefrühstückt.“

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An der Porta Westfalica vorbei fahren wir von der Autobahn ab und gelangen durch das weite niedersächsische Land in die Pferde- und Reiterstadt  Verden an der Aller.

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Der Dom (849) und die Andreaskirche (1220) stehen in der Altstadt von Verden dicht nebenaeinander. Der Dom war ursprünglich dem Hl.Andreas geweiht, aber die Andreaskirche hat auf ungeklärte Weise den Namen übernommem. Der Kreuzgang vom Dom und das  hohe Kirchenschiff sind großartige Zeugnisse frühgotischer Kirchenarchitektur. Auch der wuchtige Innenraum der einschiffigen Andreaskirche in romanischer Baukunst hat uns sehr beeindruckt.

Auf der Hauptstraße stehen schöne Bronzeskulpturen, die auf die Bedeutung von Verden als Pferde- und Reiterstadt hinweisen.

Ankunft in Bad Malente

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Nach unserer Ankunft in Bad Malente und einem ersten Vertrautmachen mit dem Hotel Seerose sind wir am Montag, dem 20. September nach Kiel in die Landeshautstadt von Schleswig-Holstein gefahren.

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Trotz regnerischen Wetters haben wir bei unserem Rundgang durch die Hafenstadt an der Ostsee einen guten Eindruck von den norddeutsch-nüchternen Verwaltungsbauten und einigen modernen Bauwerken am Hafen gewonnen. In der Stadtkirche hat uns besonders der dreiflügelige goldverzierte Altar beeindruckt.

Mittags sind wir zum Marine Ehrenmal in Laboe hinausgefahren. Einige haben das Unterseeboot der Klasse 995 besichtigt und waren ebenso überwältigt von der Technik auf engstem Raum wie die Mitglieder einer englischen Marineeinheit, die hier zu Besuch waren. In den Ehrenhalle haben wir die zahlreichen Modelle deutscher Kriegsschiffe als auch die Gemälde der großen Seeschlacht von Skagerrak bewundert. Der Anblick der Erinnerungstafeln an die gefallenen Marinesoldaten (auch unserer Gegner !) hat uns an die furchtbaren Erlebnisse der Kriegsjahre erinnert und sehr gerührt.

Dienstag, am 21.September 2010, stand Ost-Holstein auf dem Plan. Bei herrlichem Sonnenschein haben wir die Residenzstadt Eutien besucht, in der unser Komponist Carl Maria von Weber geboren ist.

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Nach einem Rundgang durch den Innenhof des Schlosses sind wir zum Eutiner See gewandert und haben  von der Promenade aus den schönen Ausblick auf die ruhige Seenlandschaft genossen. Anschließend sind wir durch das romantisch malerische Städtchen flaniert, haben den mächtigen Kirchturm von St. Michaelis bewundert und die geschäftige Stimmung auf dem belebten Marktplatz mit den vielen Bekleidungsgeschäften in Fachwerksbauten und reichen Patrizierhäusern erlebt.

Zum Mittagessen sind wir nach Bad Malente zurückgefahren und in die Schinkenreucherei Petersen eingekehrt.

So viele Schinken haben die meisten von uns noch nie unter der Decke hängen sehen. Hier waren es Holsteiner Katenrauchschinken, die zu Hunderten unter der Balkendecke der traditionsreichen Schinkenräucherei hingen und auf Käufer warteten. Wir haben nicht nur Schinken gekauft, sondern auch eine kräftige Erbsensuppe mit hauseigener Einlage zu uns genommen.

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Nach dem opulenten Mittagsmahl in der Schinkenräucherei Petersen sind wir nach Plön gefahren. In dieser holsteinischen Kreisstadt hoch über dem Plöner See sind in der ehemals dänischen Sommerresidenz die Hohenzollern-Prinzen und Söhne Wilhelm II. zur Schule gegangen. Seit 1868 war es preußische Kadettenanstalt, später Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NaPoLa). Heute ist in dem weißen Schloß eine Akademie für das Optikerhandwerk von der Firma Vielmann eingerichtet worden.

Zunächst aber haben wir die Nikolaikirche aufgesucht und dort nicht nur die Kirchenfenster mit intensiver Farbigkeit bewundert,sondern auch wunderbare Bach-Musik gehört, die vom Organisten erprobt wurde.

Am Mittwoch, dem 22. Septemember 2010  sind wir nach Preez aufgebrochen, dem Tor zur holsteischen Schweiz.  Sie wird auch die Schusterstadt genannt, weil hier das Schuhmacherhandwerk besonders stark ansässig war.

Wir sind bei herbstlichem Sonnenschein durch die geschäftige Stadt gebummelt und haben die alte traditionsreiche Kirche besucht, deren Anfänge in das 13. Jahrhundert zurückgehen. Der Namen St. Lotharii geht auf den Sachsenherzog Lothar von Supplinburg zurück, dem späteren König Lothar III.  Das sehr helle und transparente Kirxchenschiff hat uns sewhr beeindruckt. Es läßt auf den Reichtum der Bürger im frühen Mittelalter Schließen.

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Mittags sind wir nach Malente zurück gekehrt und zu Fuß zum Anleger gebummelt, um die Bootsfahrt über die Fünfseenplatte anzutreten.

Mit der MS Grünau sind wir von Malente Gremsmühlen in den Dieksee zur Fünfseen-Fahrt gestartet und haben die stille Schönheit dieser wald- und hügelreichen holsteinischen Wasserlandschaft  mit den dichtbewaldeten Ufern  und den lieblichen Buchten sehr genossen. Unter dem Blätterdach mächtiger Bäume fuhren wir durch enge Passagen von einem See in den anderen und lernten so die fünf Seen Dieksee, Langensee, Behlersee, Höftsee und den kleinen Edebergsee mit dem Anleger Plön-Fegetasche kennen. Der zwölf km lange geschlungene Wasserweg war sicherlich einer der unvergeßlichen Höhepunkte unserer Reise.

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Abends haben wir an unsere Freundin Ursula K. gedacht, ihr zum Geburtstag gratuliert und einen guten Tropfen auf ihr Wohl getrunken.

Am Donnerstag, dem 23. September 2010 ging es noch einmal in den Norden zunächst nach Neustadt in Holstein, bei Grömitz an die Ostsee , zum Kloster Cismar und nach Oldenburg in Holstein.

In Neustadt haben wir zunächst die Heiliggeistkirche besucht und waren überrascht von den schönen Gemälden und dem sehr eindrucksvollen Altar. Dann sind wir an der Hafeneinfahrt entlang geschlendert und haben moderne Skulpturen, aber auch den tradionsreichen Pagodenspeicher bestaunt. Die eindrucksvolle Bronzefigur der beiden Seeleute mit Südwester und Gummizeug auf dem Marktplatz weist auf die lange Tradition der Ostseeschiffer hin.

Weiter gings an die Ostsee zum Seebad Grömitz. Dort war das spätsommerliche Wetter noch so schön, daß der Strand sehr belebt war und die Urlauber die letzten warmen Sonnenstrahlen ausgenutzt haben. Wir sind über die Promenade geschlendert und haben die  Bäderatmosphäre genossen.

Bei weiterhin schönem Herbstwetter sind wir nach Cismar weitergefahren und haben beim Zisterzienser-Kloster aus dem 13. Jahrhundert eine erholsame Pause in der ruhigen Klosteratmosphäre eingelegt.

Gegen Spätnachmittag sind wir im schönen Städtchen Oldenburg in Holstein eingekehrt und haben am Rathausplatz  Kuchen und Kaffee zu uns genommen.

Auf der Rückfahrt ist es uns gelungen, die Bräutigamseiche im dichten Wald zu finden und einen Blick in das Astloch zu werfen, worin seit einer Romance zwischen einer Förstertochter und einem Schokoladenfabrikanten Briefe von Heiratswilligen eingeworfen werden. Die beiden hatten hier heimlich Liebesbriefe ausgetauscht, weil der Vater der Tochter, ein Förster, gegen ihre Verbindung mit dem Fabrikanten war.

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Nach dem Abendessen haben wir  in der Seerose wie immer gemütlich zusammengesessen und Erlebnisse aus unserer schönen Zeit im KLV-Lager Buchtaberg Revue passieren lassen. Dabei haben zwei Klassenkameraden bewegt auch von ihren Erfahrungen als 15-Jährige berichtet, die nach dem Kriegsende in Tschechien festgehalten worden waren und fast zwei Jahre bei tschechischen Bauern arbeiten mußten.

Am Freitag dem 24. September 2010, dem letzten Tag vor unserer Abreise, sind wir über die B 76 und die A 7 gen Norden bis nach Schleswig gefahren. Dabei überquerten wir den Nord-Ostsee-Kanal. Wiederum hatten wir großes Glück mit dem hellen sonnigen Wetter.

Im Dom waren wir sehr angetan von dem filigranen Schnitzwerk des Altars von Hans Brüggemann.  Auch die schönen Kirchenfenster, die Orgel und die Skulptur zur Erinnerung beider Welkriege haben uns sehr beeindruckt.

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Nach einem kurzen Spaziergang durch den Hafen sind wir zum Schloß Gottorf weitergefahren, der ehemaligen Residenz der Herzöge von Schleswig. Hier haben wir insbesondere moderne Skulpturen in dem weitläufigen Park bewundert. Leider fehlte uns etwas Zeit, den weltberühmten Gottorfer Globus zu besuchen.

Stattdessen sind wir nach Rendsburg gefahren, um uns dort ein Kunstwerk der Technik anzusehen: die Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal mit der Kranfähre für PKW und Fußgänger.

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Samstagmorgen haben wir nach herzlichen Abschied von Frau Liepe und ihren Mitarbeiterinnen den Heimweg angetreten. Wir haben nicht die Autobahn gewählt, sondern sind durch die Landschaft nördlich von Hamburg über Bad Segeberg, Bad Brahmstedt, Barmstedt und Elmshorn zur Fähre bei Glückstadt gefahren.

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Nach schneller Überquerung der Elbe gelangten wir vorbei an Bremervörde und Ritterhude zur Autobahn bei Bremen und haben dann Kurs nach Südwesten Richtung Heimat aufgenommen. In Wildeshausen mußten wir noch einmal eine Pause einlegen und haben uns die alte Stadt aus dem Mittelalter angesehen. Dann aber ging es spornstreichs nach Hause. Ein schöner und erlebnisreicher Kurzaufenthalt in der holsteischen Schweiz ging am Samstagabend zu Ende.

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